Abdichtung

Was bedeuten die Abdichtungsnormen für Fliesenleger?

Fliesenlegern sollten folgende DIN-Normen vertraut sein:

  • DIN 18531: Abdichtung von Dächern, Balkonen und Loggien 
  • DIN 18534: Abdichtung von Innenräumen
  • DIN 18535: Abdichtung von Behältern und Becken

Wobei der Schwerpunkt auf der DIN-NORM 18534 beruht.

DIN 18534 setzt sich aus sechs Teilbereichen zusammen, welche die Abdichtung von Wand- und Bodenflächen mit einer max. Wasseranstauhöhe von 10cm regelt.
Verbundabdichtstoffe für Fliesen, die bei der täglichen Arbeit eingesetzt werden, sind nun offiziell als Abdichtsysteme gemäß DIN anerkannt.
Somit wurden die früheren Beanspruchungsklassen A und A0 in der DIN 18534 durch die Wassereinwirkungsklassen (WEK) W1-I bis W3-I ersetzt.

Hier ein Überblick über die WEK:

  • W0-I: geringe Wassereinwirkung (für Flächen und Fliesen mit gelegentlicher Spritzwasser-Einwirkung, etwa außerhalb von Duschen oder Küchen oder in Bereichen ohne Ablauf); feuchtigkeitsempfindliche Untergründe wie Gipsputz oder Gipsfaserplatten sind zulässig, wobei eine Abdichtung nicht unbedingt erforderlich ist.

  •  W1-I: mäßige Wassereinwirkung (für häufig durch Spritzwasser belastete Flächen und Fliesen in Duschen, über Badewannen und auf Böden mit Ablauf, gelegentliche Einwirkung von Brauchwasser, keine Intensivierung der Belastung durch Stauwasser); feuchtigkeitsempfindliche Untergründe sind auch hier erlaubt.

  • W2-I: hohe Wassereinwirkung (hohe Einwirkung von Spritz- und Brauchwasser auf Flächen und Fliesen in öffentlichen und gewerblichen Einrichtungen, teilweise Intensivierung durch anstauendes Wasser); hier sind nur feuchtigkeitsunempfindliche Untergründe zulässig, etwa Beton, Zementputz, mineralbasierte Bauplatten etc.

  • W3-I: sehr hohe Wassereinwirkung (für Flächen und Fliesen mit sehr oft auftretender oder lang andauernder Einwirkung von Spritz- und Brauchwasser, die intensiven Reinigungsverfahren unterzogen werden, sowie von anstauendem Wasser - Schwimmbecken, Duschanlagen in Sportanlagen etc.); erlaubt sind ausnahmslos feuchtigkeitsunempfindliche Untergründe.

In den Bereich der DIN-Norm fallen beispielweise Duschanlagen, Badezimmer, gewerbliche genutzte Küchen, Bodenflächen mit Ablauf oder Schwimmbeckenumgänge.
Hier ist es wichtig bei der Abdichtung zwischen zwei Begriffen zu unterscheiden.
Zum einen die Dampfsperre zum anderen die Dampfbremse.

  •  Dampfsperre: Materialien die im Anwendungsfall den Wasserdampfstrom sicher verhindern.
  •  Dampfbremse: Materialien die im Anwendungsfall den Wasserdampfstrom nur eingeschränkt Unterbinden.

Services

Silikonfugen
Epoxidharzfugen
Arbeit nach DIN-NORM
Fugenausbesserung
Farbchema der Fugen
Abdichtung aller Art